Fahrenheit 451
von Ray Bradburry
für die Bühne bearbeitet von Peter Dorsch
Über das Stück
In der Zukunft hat die Feuerwehr nicht mehr die Aufgabe, Brände zu löschen.
Vielmehr soll sie Bücher finden und zu Asche machen - 451 Grad Fahrenheit ist die Temperatur bei der Papier Feuer fängt.
Also legt die Feuerwehr die Brände vorsätzlich, denn es gilt als schweres Verbrechen Bücher zu lesen oder gar zu besitzen, selbständiges Denken ist gefährlich.
In diesem System lebt und arbeitet Guy Montag als Feuerwehrmann - bis er bei seiner Arbeit die revolutionäre Lehrerin Clarisse kennen lernt, die sich das Lesen nicht verbieten lässt.
Durch sie (und sein durch sie erwecktes Interesse an Büchern) wird er zum Gejagten, der nicht nur vor der Wahl zwischen zwei Frauen, sondern auch zwischen persönlicher Sicherheit und geistiger Freiheit steht.
Ray Bradburys Schauspiel ist ein Appell für das freie Denken und gegen alle Ersatzdrogen der Berieselung durch die Medien. Er siedelt sein Stück in naher Zukunft an, doch diese Zukunft ist längst Gegenwart, wenn man an Karrikaturenstreit, Präventionsstaat oder mögliche Handy- und Internetüberwachung denkt.
Über den Autor
Ray Douglas Bradbury wurde 1920 in Waukegan, Illinois geboren. 1934 zog seine Familie nach Los Angeles, wo er den High-School-Abschluß absolvierte und Kontakte zur Science Fiction-Szene knüpfte. Seine erste Kurzgeschichte wurde 1941 in dem Magazin Super Science Stories veröffentlicht. Der literarische Durchbruch gelang Bradbury mit der 1950 veröffentlichten Erzählung Die Mars-Chroniken . In diesem Werk geht es um die Kolonialisierung des Planeten Mars , das sowohl Sozialkritik wie die Ängste der Amerikaner in den 50er Jahren reflektiert.
Sein 1953 entstandener Roman Fahrenheit 451 gehört neben George Orwells 1984 und Aldous Huxleys Schöne neue Welt zu den großen Dystopien des 20. Jahrhunderts hat seit seit seiner Erstausgabe nichts von seiner visionären Kraft und politischen Brisanz verloren.
In den folgenden Jahren schrieb Bradburry neben weiteren Erzählungen zahlreiche Kriminalromane, Essays und Drehbücher und gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter der amerikanischen Gegenwartsliteratur.
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Ensemble
N.N.
Regie | Peter Dorsch
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